Einreisebestimmungen mit Hund nach Italien

Einreisebestimmungen mit Hund nach Italien

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Wie wohlwollend die Italiener auf Hunde reagieren, hängt von der Größe Ihres Tieres, aber vor allem auch von der Region ab, in die Sie reisen. Während die Akzeptanz von Hunden in der Öffentlichkeit in den meisten Regionen Norditaliens kein Problem ist, ist dies in Süditalien nicht immer der Fall.

Das liegt daran, dass zum Beispiel an der Adriaküste Hunde immer noch als Arbeits- und Nutztiere gesehen werden. Teilweise gelten sie auch als Krankheitsüberträger und werden daher als potenziell gefährlich wahrgenommen. Es hilft also, wenn Ihr Hund gut erzogen ist und Sie ihn gerade in Dörfern und Städten an die Leine nehmen. Die Möglichkeiten in Italien, Ihren Hund in Freizeitaktivitäten mit einzubeziehen und ihn beispielsweise mit ins Restaurant zu nehmen, sind trotzdem beschränkter als hierzulande. Je größer der Hund ist, desto wichtiger ist es, dass er sich freundlich und unauffällig verhält.

Für die Einreise mit Hund nach Italien gelten neben einigen speziellen Vorgaben die einheitlich festgelegten EU-Vorschriften.

EU-Heimtierausweis ist Pflicht

Nach der Verordnung, die für Hunde, Katzen und Frettchen gilt, die innerhalb der EU grenzüberschreitend transportiert werden, muss für jedes Tier grundsätzlich ein sogenannter Heimtierausweis nach EU-Muster mitgeführt werden. Das Tier muss dem Pass dabei eindeutig zugeordnet werden können, es muss also mittels eines Tattoos oder eines Mikrochips identifizierbar sein. Für Tiere, die nach dem 03. Juli 2011 neu zugelassen wurden, gilt die Mikrochip-Pflicht. Die zugehörige Identifikationsnummer findet sich im Heimtierausweis wieder.

Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss der Heimtierausweis einen tierärztlichen Nachweis enthalten, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Da der Impfschutz 21 Tage braucht, um seine Wirksamkeit zu entfalten, muss eine Erstimpfung rechtzeitig vor dem Zeitpunkt des Grenzübertritts erfolgt sein. Außerdem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Impfung nicht vor Anbringung des Mikrochips erfolgt ist, denn nur so kann die Schutzimpfung dem Tier eindeutig zugeordnet werden.

Wichtig ist außerdem: Die Mitnahme von Heimtieren ist in der gesamten EU auf höchstens fünf Tiere pro Reisendem begrenzt.

Verbot der Einreise mit Welpen unter 15 Wochen

Für Welpen gilt für das Reisen innerhalb der EU seit 2015 dieselbe Tollwut-Impfpflicht wie für ausgewachsene Hunde. Da das Mindestalter für die Impfung 12 Wochen beträgt und die Ausbildung eines wirksamen Impfschutzes weitere 21 Tage beansprucht, dürfen Welpen frühestens ab einem Alter von 15 Wochen in EU-Länder ein- beziehungsweise durchreisen.

Was ist bei der Einreise mit Hund nach Italien noch zu beachten?

Leinen- und Maulkorbpflicht

Das italienische Gesetz sieht eine allgemeine Leinenpflicht für Hunde vor. Das bedeutet, Hunde müssen im öffentlichen Raum jederzeit angeleint sein. Die Leinenlänge (auch bei Flexi-Leinen) darf dabei 1,5 Meter nicht überschreiten. Diese Vorschriften werden nicht immer streng befolgt, man muss aber durchaus mit Ressentiments und im Zweifelsfall einem Bußgeld rechnen, wenn man seinen Hund nicht an der Leine führt.

In Italien herrscht außerdem Maulkorbpflicht, die aber auf das Mitführen eines Maulkorbs beschränkt ist. Das heißt, der Hund muss den Maulkorb nicht ständig, sondern nur auf Verlangen tragen.

Sie haben vor, an Ihrem Urlaubsort die öffentlichen Verkehrsmitteln zu nutzen? In diesem Fall muss Ihr Hund entweder einen Maulkorb tragen oder aber in einer geschlossenen Box von maximal 70 x 30 x 50 Zentimeter transportiert werden. Häufig gibt es in der Bahn speziell gekennzeichnete Waggons oder Abteile für die Reise mit Hund. In Bussen sind die Tiere hingegen meist verboten.

Italienische Strände mit Hund

Ob Hunde mit an den Strand gebracht werden dürfen, entscheiden in Italien die Gemeinden ganz individuell. Es gibt zwar einige Hundestrände – wichtig aber ist zu beachten, dass die Tiere an Stränden, die nicht ausdrücklich für Vierbeiner ausgeschildert sind, unerwünscht sind. Bei der Urlaubsplanung macht es daher durchaus Sinn, darauf zu achten, wo sich nahe gelegene Hundestrände befinden, denn die meisten Italiener sind der Meinung des Gesetzgebers, dass Hunde nicht an den Strand gehören, und bringen dies auch deutlich zum Ausdruck. Eine Liste der offiziellen Hundestrände finden Sie auf der Seite des italienischen Fremdenverkehrsamts. Da viele der ausgeschriebenen dieser Strände jedoch klein und nicht besonders schön sind, lohnt es sich, nach abseits gelegenen, einsamen Strände zu suchen, wo Ihr Hund niemanden stört.

Hunde in Restaurants und Hotels

In vielen Restaurants in Italien ist das Mitbringen von Hunden komplett verboten, doch selbst wenn kein ausdrückliches Verbot besteht, werden die Vierbeiner in den meisten Lokalitäten nur ungern gesehen. Auch hier kommt es darauf an, wo in Italien Sie sich befinden: Im Norden geht es lockerer zu als im Süden, außerdem kommt es auf die Größe und das Verhalten Ihres Hundes an.

Ähnlich verhält es mit Hotels. Während man in der Nebensaison meist eine Unterkunft findet, die das Mitbringen von Hunden erlaubt, wird es in der Hochsaison, gerade in Süditalien und mit großen Hunden oder mehreren Tieren, schon schwieriger.

Weitere Bestimmungen

Für den Fall, dass Ihr Vierbeiner einmal Schaden am Eigentum anderer anrichten sollte, ist in Italien eine Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Beim Autofahren gilt außerdem eine allgemeine Gurtpflicht für Hunde.

Empfehlung: Leishmaniose-Impfung

Wer mit seinem Hund nach Italien reist, sollte vor dem Beginn des Urlaub über eine Leishmaniose-Impfung nachdenken. Leishmaniose ist eine Krankheit, die bei Hunden heftige Symptome auslöst und unter Umständen tödlich enden kann. Die Krankheit wird durch den Stich von Sandmücken übertragen, weshalb speziell Tiere in mediterranen Ländern wie Italien gefährdet sind.

Um Leishmaniose-Infektionen vorzubeugen, können Hunde seit Kurzem eine Schutzimpfung bekommen. Befragen Sie Ihren Tierarzt für mehr Informationen über die Krankheit und die Möglichkeit für weitere Vorsorgemaßnahmen. Kombipräparate aus Zecken- und Flohschutz in Form eines Halsbands oder Sprays beispielsweise helfen auch gegen Sandmücken als Überträger der Krankheit.

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